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Barrierefreiheit

Gute Gründe für Barrierefreiheit im Internet

Wird von Barrieren für Menschen mit Behinderungen gesprochen, haben viele das Bild eines Rollstuhlfahrers im Kopf, der in die Straßenbahn einsteigen möchte. Barrieren gibt es aber nicht nur auf der Straße und in Gebäuden. Auch bei der Nutzung des Internets erfahren ältere und behinderte Menschen Einschränkungen. Das Medium Internet hat eine zunehmende Bedeutung sowohl im Alltag als auch für Arbeit oder Behördenkontakte. Es kann helfen, Einschränkungen zu kompensieren. So kann sich ein blinder Mensch auf einer barrierefreien Internetseite eigenständig Fahrpläne oder Zeitungen vorlesen lassen. Der mobilitätsbehinderte ältere Mensch kann online seine Bankgeschäfte erledigen. Barrierefreiheit im Internet ist deshalb genauso wichtig wie auf der Straße oder in Gebäuden.

Menschen mit Behinderung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg leben fast 700.000 schwerbehinderte Menschen. Das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Stuttgart und Ulm zusammen. Mit dem Alter steigt das Risiko einer Schwerbehinderung: Unter Kindern und Jugendlichen ist nur jede 100. Person betroffen, bei den über 65-jährigen jeder Fünfte. Die meisten Schwerbehinderungen werden durch Krankheiten ausgelöst.

Einschränkungen durch Barrieren im Internet erfahren in Baden-Württemberg unter anderem:
  • 34.000 blinde und sehbehinderte Menschen
  • 32.000 Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen, Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit
  • 10.000 Menschen mit Verlust oder Teilverlust von Gliedmaßen
  • 112.000 Menschen mit einer Funktionseinschränkung von Gliedmaßen
  • 144.100 Menschen mit Querschnittlähmung, zerebralen Störungen oder geistig-seelischen Behinderungen

Einschränkungen für alle

Auch ohne Schwerbehindertenausweis erleben Menschen körperliche Einschränkungen. Viele Menschen haben Probleme mit den Augen. Ein Armbruch oder eine Sehnenscheidenentzündung stören ebenfalls beim Surfen, wenn auch nur für kurze Zeit. Nach Schätzungen bestehen zumindest zeitweise Barrieren im Internet für über 8 Prozent aller Nutzer.

Ältere Menschen haben oft Einschränkungen in der Feinmotorik, Konzentrationsschwierigkeiten, Probleme mit dem Sehen oder Hören. Die Abnahme der Fähigkeiten kann bereits vor dem 50. Lebensjahr beginnen. Daher treffen ältere Menschen auf ähnliche Barrieren im Internet wie sehbehinderte, hörgeschädigte, manuell-motorisch eingeschränkte oder konzentrationsschwache Menschen.

 
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