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Zielgruppen und Ziele

Hindernisse bei der Internetnutzung

Viele ältere und behinderte Landbewohner haben ohne Unterstützung von Verwandten und Bekannten keine Möglichkeit, das Internet zu nutzen. Die Technik ist kompliziert und eine Beratung für viele unerschwinglich. Computerschulungen, in denen Kenntnisse zu ersten Schritten im Internet erarbeitet werden, sind auf dem Land selten. Kursangebote in Ballungszentren wie der nächstgelegenen Stadt können wegen eingeschränkter Mobilität nicht oder nur mit großem Aufwand oder Unterstützung durch andere genutzt werden.  

Ist der Umgang erlernt, tauchen weitere Hindernisse auf. Menschen mit Behinderungen stoßen auf Seiten, die sie nicht lesen können, weil die Schrift sich zu wenig vom Hintergrund abhebt. Pop-Up-Fenster oder unübersichtliche Webseiten behindern das Surfen. Viele ältere Menschen stehen beim Surfen vor vergleichbaren Problemen wie Menschen mit Sehbehinderungen oder manuell-motorischen Einschränkungen: Fast jeder zweite über 50-jährige ist altersweitsichtig und hat Probleme mit dem Lesen kleiner Schriften – auch am Monitor. Mit zunehmendem Alter nimmt die Feinmotorik ab. Senioren und Menschen mit Behinderungen brauchen Webseiten, die leicht zugänglich und nutzerfreundlich gestaltet sind. Sie benötigen zum Beispiel besondere Browser-Einstellungen wie Schriftvergrößerung oder Anpassungsmöglichkeiten für Maus und Tastatur. Eine Voraussetzung für individuelle Anpassungen in allen Browsern ist, dass Internet-Auftritte barrierefrei gestaltet werden.

Das Projekt "LOB – Land OHNE Barrieren" möchte Hindernisse bei der Internetnutzung beseitigen. Es richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen.


Agenturen und Seitenanbieter

Zur Erstellung barrierefreier Webseiten ist Fachwissen erforderlich, das bei Agenturen und Seitenanbietern nicht immer vorhanden ist. Eine Zielgruppe von LOB sind daher Seitenanbieter, Webgestalter, Programmierer und Redakteure. Wir bieten Schulungen an, in denen sie lernen, barrierefreie Webseiten zu erstellen. Im Vordergrund steht die barrierefreie Gestaltung von Internet-Auftritten mit besonderer Bedeutung für den ländlichen Raum. Das können zum Beispiel Websites von Volkshochschulen, lokalen Vereinen oder Kommunen sein.

Behinderte und ältere Menschen sowie freiwillige Unterstützer

Behinderten und älteren Menschen bietet LOB konkrete Hilfestellungen für die ersten Schritte im Internet an. Dazu werden in 3 Modellregionen im ländlichen Raum Freiwillige als Internet-Lotsen gewonnen und qualifiziert. Sie stellen für die Einsteiger zu Hause Betriebssystem und Software auf individuelle Bedürfnisse ein. Internet-Lotsen erklären, welche Hilfsmittel im Einzelfall geeignet sind. In der Broschüre "Wie surfe ich im Internet" können behinderte und ältere Menschen ohne Internet-Erfahrungen nachlesen, wie sie sich am besten online bewegen.
 
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